UNITED4HOPE – Gemeinsam über den Atlantik

Vier Menschen stehen vor einem bunten Ruderboot auf einem Anhänger, auf dem stolz der Schriftzug „WORLDS TOUGHEST ROW“ prangt. Die Gruppe vertritt UNITED4HOPE und bereitet sich auf eine inspirierende Reise vor. Im Hintergrund sind Häuser und kahlen Bäume zu sehen, während vorne zwei weiße Ruder auf dem Boden liegen.

Muskelkraft für einen guten Zweck

PW: Was treibt vier Menschen dazu, beim härtesten Ruderwettbewerb der Welt 3’000 Meilen mit reiner Muskelkraft zu bezwingen – und das zugunsten des HOPE Baden?

Die rund 5’000 Kilometer des «World’s Toughest Row» stehen für Ausdauer, Teamgeist und den Mut, weiterzumachen. Dies sind auch Werte, die zu HOPE passen.

Wir wollen mit unserer eigenen Muskelkraft zeigen, dass Hoffnung nicht nur ein Wort ist: Sie entsteht, wenn Menschen zusammenhalten, Verantwortung übernehmen und auch dann nicht aufgeben, wenn der Weg schwierig wird.

Zusammen rudern wir für das Abenteuer, das verbindet – und für DAS SOZIALWERK HOPE.

Vier Menschen, unterschiedlich in Alter und Erfahrung, ursprünglich ohne Ruderkenntnisse, dafür vereint durch eine gemeinsame Mission: Den Atlantik im «World’s Toughest Row» zu bezwingen.

Was sie antreibt, ist der Reiz des Unbekannten, das Zusammenspiel als Team und die Freude an einer aussergewöhnlichen Herausforderung. Während sie ihr Ziel verfolgen, unterstützen sie zugleich das Sozialwerk HOPE und schenken jenen Hoffnung, die täglich gegen noch grössere Wellen ankämpfen.

Was haben eine regionale Apotheke und der gnadenlose Atlantik gemeinsam?

Auf den ersten Blick wenig – auf den zweiten Blick ganz viel: Es geht um Durchhaltewillen, Gesundheit, den Mut, über sich hinauszuwachsen, und die Kraft der Gemeinschaft. Dr. Philipp Wyss (PW), Inhaber der Apotheke Wyss in Baden und Dättwil, hat die Initiative ergriffen und die Crew hinter dem spektakulären Ruderprojekt zum Interview gebeten. Erfahren Sie, warum vier absolute Quereinsteiger die 5’000 Kilometer unter Extrembedingungen wagen – und wie damit gleichzeitig eine soziale Institution in Baden unterstützt wird. Ein Gespräch über mentale Grenzen, pure Muskelkraft und den Sinn des Helfens.

Wie das Team zusammenfand

PW: Wie habt Ihr Vier Euch gefunden? Mir scheint, Ihr kommt aus ganz verschiedenen Bereichen – und doch geht Ihr nun zusammen dieses Wagnis ein.

Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen, aber uns verbindet der Wunsch, gemeinsam etwas Sinnvolles zu bewegen und über uns hinauszuwachsen.

Die Idee für dieses Projekt hatte Pascal. Er wollte sich der aussergewöhnlichen Herausforderung des «World’s Toughest Row» stellen und die Atlantiküberquerung im Ruderboot mit einem sozialen Zweck verbinden. Als Erstes holte er seinen Freund Eivind wortwörtlich mit ins Boot, weil ihn die Idee und die gemeinsame Mission sofort begeistert haben.

Danach stiess Manuela, Physiotherapeutin von Pascal, zum Team dazu. Als letzte kam Valerie zum Team – sie war ebenfalls Patientin von Manuela und wurde von der Idee, gemeinsam für das Sozialwerk HOPE über den Atlantik zu rudern, sofort mitgerissen.

Gerade unsere unterschiedlichen Erfahrungen sehen wir als Stärke: Jede und jeder bringt etwas Eigenes mit und gemeinsam teilen wir ein Ziel: Mit UNITED4HOPE Hoffnung sichtbar zu machen und den Atlantik als Team zu überqueren.

Vorbereitung auf den Atlantik

PW: Auf Eurer Webpräsenz erfährt man von Euren Trainings, z.B. an der kroatischen Küste. So trainiert Ihr die Abläufe, das Leben an Bord und natürlich auch die körperliche Fitness. Für Eure mentale Stärke habt Ihr Euch zwei Mentaltrainerinnen geholt. Wie fühlt Ihr Euch, gut drei Monate vor dem Start?

Uns geht es sehr gut – wir sind voller Vorfreude, Respekt und einer gesunden Portion Nervosität. Die intensive Vorbereitung gibt uns viel Sicherheit und schweisst uns als Team immer enger zusammen. Aktuell absolvieren wir auf dem Genfersee unser letztes Training, bevor unser Ruderboot im Oktober verschifft wird. Je näher der Start rückt, desto bewusster wird uns allerdings, wie gewaltig diese Herausforderung tatsächlich ist.

Vertrauen auf offenem Meer

PW: Wir beobachten derzeit zwei junge Männer, die mit dem Fahrrad von Zürich nach Singapur unterwegs sind (Cycling for Children ), um Geld für krebskranke Kinder in Bolivien zu sammeln. Sie haben ständigen Kontakt zur Bevölkerung und werden dadurch immer wieder neu motiviert.
Ihr dagegen seid auf dem offenen Atlantik weitgehend auf Euch allein gestellt und habt kaum Kontakt nach aussen. Was macht das mit Euch – jetzt im Vorfeld und später draussen auf dem Meer?

Im Vorfeld ist der Gedanke daran zugleich faszinierend und mit grossem Respekt verbunden. Für mehrere Wochen weit weg vom Alltag, fernab von Familie und Freunden komplett auf uns allein beziehungsweise aufeinander angewiesen zu sein, macht uns sehr bewusst, wie wichtig Vertrauen, Kommunikation und Zusammenhalt sind. Auf dem offenen Meer wird diese Abgeschiedenheit auf jeden Fall intensiv werden.

Leben im Zwei-Stunden-Rhythmus

PW: Wenn ich das korrekt verstanden habe, dann rudert Ihr im 2-Stunden-Rhythmus. Wie müssen wir uns das vorstellen?

Wir rudern rund um die Uhr im 2-Stunden-Rhythmus. Das bedeutet, dass zwei von uns jeweils zwei Stunden rudern, während die anderen beiden schlafen, zu essen, sich erholen oder kleine Arbeiten an Bord erledigen oder all dies mindestens ansatzweise versuchen. Danach wird gewechselt.

Dieser Rhythmus läuft Tag und Nacht, über 40-50 Tage hinweg. Er verlangt viel Disziplin und Flexibilität, weil Schlaf und Erholung kaum möglich sind. Gleichzeitig gibt er uns eine klare Struktur und sorgt dafür, dass wir als Team konstant weiterkommen.

Gesundheit an Bord

PW: Ihr versucht, im Vorfeld alle Punkte vorzubereiten, an alles zu denken. Wie weit ist das Thema Gesundheit da beinhaltet? Schliesslich ist die Euer kostbares Gut für die Zieleinfahrt.

Gesundheit ist für uns ein zentrales Thema, denn sie ist die Grundlage dafür, dass wir als Team sicher und stark im Ziel ankommen. Deshalb bereiten wir uns nicht nur sportlich vor, sondern achten auch auf Regeneration, Schlaf, Ernährung und mentale Stärke.

Wir versuchen, Risiken möglichst früh zu erkennen und uns auf typische Herausforderungen an Bord vorzubereiten – etwa Erschöpfung, kleine Verletzungen, Hautprobleme oder seekrankheitsbedingte Beschwerden. Gleichzeitig wissen wir, dass wir nicht alles im Voraus planen können. Umso wichtiger ist ein gutes medizinisches Konzept, klare Absprachen und dass wir gut auf- und zueinander schauen.

Rudern für HOPE Baden

PW: Ihr rudert für das Sozialwerk HOPE in Baden. Wie kam es dazu? Wie haben sie reagiert, als Ihr es ihnen mitgeteilt habt?

Als wir HOPE von unserer Idee erzählt haben, war die Reaktion sehr herzlich und motivierend. Sie haben sofort verstanden, was uns antreibt, und sich über die Möglichkeit gefreut, Teil dieses Projekts zu sein. Ihre Unterstützung gibt uns zusätzliche Kraft: Unsere Ozeanüberquerung ist viel mehr als ein sportlicher Extremtest: Wir kämpfen uns als verschworene Einheit über den Atlantik – für Menschen und Herzensprojekte, die jede Anstrengung wert sind.

Ankunft in Antigua

PW: Die letzten Monate haben die Trainings und die Vorbereitungen viel von Eurem Alltag in Anspruch genommen. Was machst Du, was macht Ihr, wenn ihr in Antigua angekommen seid?

Wenn wir in Antigua ankommen, wird vermutlich zuerst einmal Erleichterung und grosse Dankbarkeit im Vordergrund stehen. Nach Wochen auf dem Atlantik freuen wir uns darauf, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben, zu duschen, richtig zu essen und unsere Familien und Freunde in die Arme zu schliessen.

Das Projekt unterstützen

PW: Wie kann man Euch bei Eurem Projekt unterstützen?

Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung auf unserem Weg über den Atlantik. Unser Gesamtbudget für die Challenge beläuft sich auf CHF 200’000.–. Jeder Franken, der über unseren tatsächlichen Kostenaufwand hinausgeht, fliesst zu hundert Prozent direkt an HOPE.

Wer uns unterstützen möchte, kann uns direkt kontaktieren unter: info@united4hope.ch oder findet die Angaben auf unserer Webseite united4hope.ch

Die Reise mitverfolgen

PW: Wie kann man Euer Projekt verfolgen?

Über Instagram @united4hope.ch

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