Warum Schnarchen kein Schicksal sein muss

Eine Frau im Bett hält sich die Ohren mit einem Kissen zu und sieht dabei genervt aus, während ein Mann neben ihr mit offenem Mund schläft-offenbar Schnarchen auf Rezept.

Nächtliche Ruhestörung: Wenn Schnarchen den Schlaf raubt

Wer schon einmal in einem grossen Schlafsaal einer Jugendherberge oder einer Alphütte versuchte, sich eine Mütze Schlaf zu holen, kennt es: irgendjemand «sägt» beharrlich und raubt den anderen den Schlaf.

Der Verursacher der störenden Geräusche bekommt seine Lärmemission meistens nicht mit, denn der eigene Körper erachtet diesen selbstverursachten Krach nicht als gefährliche Störung und ignoriert ihn. Das kann das direkte Umfeld leider nicht so leicht – dieses erwacht oder schläft unruhiger. Folgen sind Müdigkeit und gegebenenfalls eine belastete Beziehung.

Engpass im Rachen: Wie das Schnarch-Geräusch wirklich entsteht

Das störende Geräusch kann entstehen, wenn eine Verengung der oberen Atemwege vorliegt. Normalerweise entspannt sich unsere Muskulatur im Hals-, Nasen- und Rachenbereich im Schlaf. Bei verschlossenen Atemwegen bedarf es eines höheren Drucks, um einzuatmen: die Gaumensegel, Zäpfchen oder Kehldeckel bewegen sich dadurch verstärkt mit dem Luftzug.

So entsteht das Schnarch-Geräusch. Je höher der Druck ausfällt, desto lauter ist es. Zudem: Je älter wir werden, umso grösser wird das Risiko, dass man zum Schnarcher wird. Männer sind eher betroffen als Frauen.

Wann wird Schnarchen gefährlich?

Wenn zum Schnarchen zusätzliche Atemaussetzer kommen, kann es sich um eine Schlafapnoe handeln. In solch einem Fall ist der Schlaf nicht erholsam, was bei fortbestehender Situation ohne Therapie ein erhöhtes Risiko von Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfällen bis hin zu Depressionen sowie Verkehrsunfällen aufgrund der Tagesmüdigkeit ergibt.

Für eine Abklärung empfehlen wir Ihnen einen Termin bei einem Hals-Nasen-Ohrenarzt . Falls Sie im Hausarztmodell versichert sind, lassen Sie sich durch Ihrem Hausarzt überweisen. Wenn sich der Verdacht auf Schlafapnoe erhärtet ist auch ein Besuch in einem Schlaflabor angezeigt.

Welche Faktoren begünstigen das Schnarchen?

Akkordeon

Durch die verstopfte Nase wechselt man automatisch auf die Mundatmung, was das Schnarchen begünstigt.

Durch diese anatomisch versursachte Verengung ist die Nasenatmung erschwert und es wird vom Körper auf die Mundatmung gewechselt, was Schnarchen begünstigt.

Rückenlage begünstigt das Schnarchen.

Rauchen belastet die Atemwege, dadurch schwellen sie an und verengen sich. Zudem begünstigt Rauchen auch das Infektrisiko, was wiederum einen Schnupfen sowie eine zusätzliche Verengung zur Folge haben kann.

Durch den Konsum von Alkohol entspannen sich die Muskeln im Rachenraum zusätzlich, was das Schnarchen verstärken kann, da das Gewebe im Rachen zu flattern beginnt.

Bei Übergewicht kann sich auch im Rachen Fett ablagern, was zu einer Verengung der oberen Atemwege führt und Schnarchen zur Folge haben kann.

Diese können die oberen Atemwege verengen, wodurch der Körper mehr Druck benötigt, um die Atmung aufrecht zu erhalten.

Es gibt eine genetische Veranlagung zum Schnarchen.

Schlafmittel, besonders aus der Familie der Benzodiazepine, können durch die entspannende Wirkung das Schnarchen fördern.

Schluss mit dem Sägen: Das können Sie aktiv gegen Schnarchen tun

Untereinander werden viele Hausmittel weiterempfohlen – einige können tatsächlich helfen, andere sorgen am nächsten Morgen eher für Frust. Wir beraten Sie dazu gerne persönlich vor Ort.

Ihre ersten Optimierungs-Schritte – möglichst die auslösenden Faktoren minimieren:

Nasensprays

Bei verstopfter Nase (sei es durch einen Infekt oder Heuschnupfen) empfehlen wir Ihnen gerne ein Produkt aus der grossen Palette der Nasensprays: Da abschwellende Präparate mit Vasokonstriktoren nur kurzfristig (während maximal 5-7 Tagen) eingesetzt werden sollten, wählen wir hier lieber Varianten mit hypertonischen Salzlösungen oder eine natürliche Variante wie den Euphorbium comp. Spray. Diese können unbedenklich über eine längere Zeitdauer verwendet werden. Falls die verstopfte Nase eher aufgrund von Allergien wie dem Heuschnupfen ausgelöst wurde, kann ein antiallergisch wirkender oder sogar ein kortisonhaltiger Nasenspray eingesetzt werden.

Nasenpflaster

anstatt ein Produkt in die Nase zu sprühen, kann durch Anbringen von Nasenpflaster die Nasenatmung forciert werden.

Rauchstopp

Das Rauchen beenden oder zumindest reduzieren.

Alkoholfrei

Alkohol meiden, vor allem vor dem Schlafengehen.

Körpergewicht

Gewicht reduzieren.

Schlafposition

Auf die Schlafposition achten – möglichst nicht auf dem Rücken liegen. Vielleicht hilft es, ein anderes Kissen auszuprobieren, um auf der Seite oder dem Bauch schlafen zu können.

Ohrenstöpsel

Ohrenstöpsel für die Betroffenen im nahen Umfeld: Wenn es doch einmal eine unruhigere Nacht geben sollte, decken Sie Ihre Liebsten mit Ohrstöpsel ein: wir haben verschiedene Varianten aus formbarem Wachs, Schaumstoff oder Silikon zur Auswahl.

Gerne beraten wir Sie persönlich vor Ort in Baden und Dättwil. Wir finden gemeinsam die für Sie passende Lösung.

 

Apotheke Wyss Media Tipp

In der SRF Sendung «Puls» vom 13.05.2019 werden diverse Produkte gegen das Schnarchen ausprobiert und sehr gut aufgezeigt, dass die Lösungen je nach Ursache des Schnarchens, sehr individuell sein können.

 

Massarbeit für ruhige Nächte

Eine der im Gesundheitsmagazin «Puls» vorgestellten Möglichkeiten ist die Schnarchschiene . Diese wird von einer Fachperson spezifisch angepasst und extra auf die Bedürfnisse des Kunden angefertigt. Sie hilft, die Atemwege freizuhalten, was oftmals bereits die Lösung sein kann.

Der Schlaf – Ihr wichtigstes Regenerationsprogramm

Der Schlaf ist Ihr körpereigenes Regenerationssystem – weshalb wir gut darauf achtgeben sollten. Wir wünschen Ihnen einen erholsamen Schlaf – denn Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen.

Ihr Apotheke Wyss Team

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